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Veröffentlicht von am in Reisen

Lisboa - wir kommen!!

Postkartenansicht 2

 

Wir verbringen zwei Tage mit unseren Freunden in Viana do Castelo, fahren mit einer Kabelbahn hinauf zum Castello um von hier aus einen imposanten Panoramablick zu genießen, (auf welcher Kamera waren noch die Bilder?.....folgt), lernen portugiesische Kulinaritäten kennen und genießen eine herrliche Zeit miteinander. Viana do Castelo gefällt uns so gut, dass wir noch einen Tag hinten dran hängen und erst am Freitag starten wollen, der Wetterbericht verspricht zumindest abschnittsweise guten Wind für die geplante Tour nach Lisboa, oder auch Lissabon.

Freitag, den 30.09. um 9.45 Uhr herrscht zu unserem Start ein strahlender Sonnenschein und mal wieder Flaute. Mal schauen, ob heute der Wetterbericht stimmt.....

Nur eine gute Stunde später: wir fahren in eine Nebelwand hinein, immer noch kein Windhauch, der diesen Nebel wegblasen könnte. Die Sonne kommt auch nicht durch diese dicke Schicht, so dass wir Rdarfahren üben können, nein sogar müssen, denn die Fischerbojen mit ihren kleinen Fähnchen obendrauf stehen teilweise dicht an dicht und jetzt sehen wir sie gar nicht mehr. Unser Radar bekommt die kleinen Fähnchen auch nur dann mit, wenn diese gerade oben auf der Welle sind, im Wellental verschwindet das Signal dann, höchste Aufmerksamkeit ist gefragt. Kerstin starrt in den Nebel, ich auf den Monitor. Aber so umfahren wir alle Fähnchen und haben eine gute Übung mit dem Radar.

2006 haben wir ähnliches hier an der Küste erlebt, da war der Nebel jeweils nur die ersten 5- 10  Seemeilen vor der Küste. Also versuchen wir unser Glück im Westen, weg von der Küste. Nach gut 3 nm löst sich der Nebel tatsächlich etwas auf, die Sichtweite liegt nun wieder über 500 m, die Entspannung kommt langsam zurück. Nur der Wind bleibt total aus. Konsequenterweise beenden wir dann unseren Segeltag, nein unseren Motortag, im nächstgelegenen Hafen: Leixoes, unmittelbarer Vorort von Porto.

 

Leixoes

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Der erste Eindruck vom Hafen ist nicht schön, fast mitten im Industriehafen finden wir uns wieder, umzingelt von Lotsenbooten, die ein- und ausfahren. Allerdings, nachdem wir fünfhundert Meter Richtung Zentrum laufen, um unsere Nahrungsaufnahme für heute abzuschließen, werden wir überrascht. Kleine Gässchen mit noch kleineren Geschäften gibt es hier, absolut ruhig und gelassen die Stimmung. Mitten in einer diesen kleinen Gassen sitzen wir dann kurze Zeit später in einem kleinen Pavillon und genießen die portugiesische Küche und den Wein. Natürlich gibt es Fisch, wie fast jedes Mal, wenn wir essen gehen. Heute die örtliche Spezialität: Sardinen bis zum Umfallen.

Zwei Stunden später liegen wir in der Koje und es fängt an zu regenen und zu wehen - Wind!

 

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Samstag starten wir dann um 9.15 Uhr bei noch mäßigem Wind. So läuft unsere Wasserproduktion wieder an, während wir mit Groß und Genua und 2.000 U/min in den Tag hineinfahren. Pünktlich, nachdem wir genug Wasser haben, kommt auch der Wind etwas in die Hufe und wir können den Code Zero setzen und mit 7 - 8 kn Richtung Lisboa segeln. Wir segeln!! Von hinten kam eine 20 m Segelyacht auf, die wir schon im Hafen gesehen haben, doch nun unter Code Zero lassen wir diese langsam achtern aus. Ein wunderschöner Segeltag und eine anschließende Segelnacht lassen unsere Herzen höher schlagen, mit bis zu 12 kn können wir endlich Meilen gut machen - und lassen unseren Verfolger hinter uns. Immer wieder kommen Delfine uns besuchen und Kerstin ist fest der Meinung einen Riesendelfin elegant auftauchen und dann wieder verschwinden gesehen zu haben - ist Kerstin wal - sinnig? Es war wohl unser erster Wal und kein Delfin, denke ich.

 

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Um Mitternacht läßt der Wind dann etwas nach und dreht mehr auf Nord, so daß wir immer weniger Druck ins Boot bekommen, sprich, nicht mehr so schnell sind. Da kommt dann diese 20 m Yacht und will mich auf meiner Luvseite überholen, um mir auch noch den letzten Wind zu nehmen.....und schon steigt das Regattafieber: nicht mit mir! Ich ziehe Foxy Lady hoch, direkt vor den Bug der großen Yacht, beschleunige auf 10 Knoten und lasse meinen vermeintlichen Gegner wieder achtern aus, bis ich wieder ihre Backbordlaterne sehe, Angriff abgewehrt. Ich falle wieder etwas ab, nachdem ich enttäuscht festgestellt habe, daß mein Gegner nichts unternimmt als Gegenmaßnahme! 5 Minuten später werde ich von dem "Piloten" der Yacht angefunkt - wohl ein Berufsskipper - er ist verwundert, wie es sein kann, daß ich mit so hoher Geschwindigkeit ihm vor den Bug gefahren bin, vor allem warum? Er will doch nur überholen.

Ich sagte ihm, daß er sich die falsche Seite zum Überholen ausgesucht habe, er aber gerne auf meiner Leeseite mich passieren kann, da ich mir nicht den Wind von ihm nehmen lassen werde.....Seinen Kommentar, daß es doch dann für ihn schwierig sei, so tief zu fahren, habe ich überhört. Wir sind schließlich hier zum Segeln und nicht zum Kaffeekränzchen, vor allem nach so viel Entbehrung des Segelns. Habe dann nichts mehr von ihm gehört, er hat seinen Motor angeschmissen und hat  den Hebel auf den Tisch gelegt mit 8,5 Knoten.

Dann zeigt es sich, daß der Wettrerbericht dieses Mal richtig liegt, der Wind schläft wieder ein. Seit 3.15 Uhr brummt unser Motor wieder und schiebt uns mit 4,5 kn Richtung Lissabon.....aber wir haben das einzig sichtbare Wetterfenster der nächsten Tage genutzt, um wenigstens gute zwölf Stunden schnell segeln zu können.

 

Westküste vor Lisboa

Einfahrt Lisboa

 

Postkartenansicht Lisboa 1

 

Nachmittags werden wir dann nochmal belohnt: die letzten 15 Seemeilen, die Einfahrt nach Lissabon, geht es wieder höher an den Wind und wir können wir mit dem Code Zero segeln und finden so einen krönenden Abschluß für unsere Fahrt nach Lisboa. In der Marina Alcantara wartet schon ein Paket vom Bremer Segelmacher unseres Vertrauens für uns mit einem neuen Mastrutscherschlitten, der uns in der Biskaja brach. Toll, wie diese Logistik funktioniert.

Morgen heißt es für uns, die Stadt zu erkunden. Ungewohnt ist der immense Lärm dieser Gr0ßstadt: Flugzeuge und Straßenlärm - gefühlt 24 Stunden täglich.

 


 

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