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Veröffentlicht von am in Reisen

Rundfahrt Madeira

Östliches Ende Madeira - schroff

 

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Wir sind in der Marina Quinta de Lorde am östlichem Ende der Blumeninsel Madeira. Schroffe Felswände, die gefühlte 200 m senkrecht in die Höhe schiessen, säumen den Hafen nach Norden hin. Der perfekte Windschutz, auch wenn hier und da mal eine Bö um das Kap herum direkt in den Hafen einfällt. Dafür steht aber die lange Atlantikdünung im Hafen, so dass immer etwas Bewegung in den Booten, bzw. der gesamten Steganlage zu verzeichnen ist, die die Boote so in deren Festmacherleinen hin- und herschieben, dass jegliche Bewegungen sehr oft ein ruckartiges Ende finden, welche nicht nur auf das Material gehen, sondern zuweilen auch zu kuriosen Haushaltsunfällen an Bord führen können, z.B. beim Kaffeekochen, wenn der ganze Filteraufsatz von der Kanne fliegt und alle feinen Kaffeekörnchen ihren Platz in allen Ritzen und Nischen finden, so dass man/frau Mühe hat, die Spuren zu beseitigen.

Und wenn dann Ruhe eingekehrt ist, kommt ein Flugzeug im Landeanflug direkt über den Hafen geflogen. Idyllisch eben. Dafür kostet die Marina dann auch gleich fast das Doppelte, wie die Marinas an der Algarve. Madeira ist eben etwas Besonderes.

Der Hafen wirkt etwas bizarr, so direkt an die Felswand gebaut, eigebettet in ein abgeriegeltes Ferienressort mit ca 300 Appartements. Wir fragen uns, wie diese Anlage wohl in 10 Jahren aussieht, es sind jetzt schon viele notwendige Instandhaltungen sichtbar, die wohl nur halbherzig angegangen werden, es entsteht langsam ein Reparaturstau. Deswegen ist wohl auch öfter die Dusche kalt und das Wlan zu schwach.

In den Reiseführern steht geschrieben, dass Madeira die Insel der verschiedenen Gesichter sein soll. Da sind wir ja gespannt. Gemeinsam mit unseren neuen niederländischen Segelfreunden von der Gwelan mieten wir uns ein Auto und erkunden zwei Tage lang die Insel und gehen gemeinsam einkaufen, um wieder einmal die Vorräte an Bord aufzufüllen.

Zuerst erkunden wir Funchal, wo der Lebensmittelpunkt der Insel zu sein scheint. Stimmt. Im Hafen liegt ein großer Kreuzfahrer, der mal eben ein paar tausend Touristen auf die Insel spukt. Jedes Cafe, Restaurant bis hin zu den Strassenhändlern, alle sind in höchster Aufruhr, um möglichst viel von dem Kuchen abzubekommen, der für nur ein paar Stunden auf der Insel verteilt wird. Reges Treiben überall.

 

Marina Funchal mit Kreuzfahrer

 

Cafe Ritz/ Funchal

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November!

 

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Kunst in Funchal

 

Straßenbild Funchal

Trotzdem ist Funchal sehr schön. Parkanlagen, die wie botanische Gärten wirken, so vielfältig die Pflanzen- und Blütentracht. Dann das Muß in Funchal: mit der Kabelbahn auf den 500 m hohen Hügel über die Stadt schweben. Die Fahrt wird etwas betrübt zum einen durch das regnerische Wetter, welches heute herrscht, zum anderen schweben wir über eine Schlucht, in der im Sommer in Folge von Waldbränden viele Häuser verbrannt sind, das Feuer ging bis in die Stadt hinein. Feuer ist so zerstörerisch, die einzelnen schlimmen Schicksale können nur erahnt werden.

Den Gipfel erklommen, werden wir mit einer schönen Aussicht auf Funchal und den Atlantik belohnt. Regen immer wieder Regen zwischendurch. Wenn dann die Sonne mal rauskommt, entsteht ein fast tropisches Klima. Feuchtwarm.

 

Über den Dächern von Funchal

 

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Natürlich besuchen wir dann noch das westliche Kap, wir fahren zu einem Aussichtspunkt, 600 m hoch, mit einer Plattform aus Glas, unter einem die Brandung des Atlantik. 600 m heißt heute leider: mitten in einer Wolke zu sein. Gespenstisch die Aussicht, durch die Löcher in der Wolke, die die Sonne immer wieder aufreisst.

Heute, am 2. Tag des Mietwagens, besuchen wir die nördliche Seite der Insel. Auch hier suchen wir die Höhe und finden uns in einem Regenwald wieder. Bäume und Felswände voller Moos, überall plätschert Wasser, ein krasser Gegensatz zu den schroffen Felswänden auf der anderen Seite der Insel. Es gibt hier auch kein flaches Stück Erde, wie wohl auf der gesamten Insel. 

 

 

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Überall gibt es nur Hänge, die Häuser und Gärten in Terrassenform an den Hang gesetzt. Alle Täler sind durch endlose Tunnel verbunden. Gefühlt kommen auf 10 km Strasse im Durchschnitt zwei Tunnel, teilweise mit Abfahrten in einen anderen Tunnel hinein. Und wenn kein Tunnel, dann wenigstens eine Brücke. Unglaublich. Und alles nicht alt. Wir hinterfragen auch nicht, wieviel davon die EU bezahlt hat. Es müssen aber Unsummen gewesen sein.

 

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Dann diese Landebahn des Flughafens. Muß man gesehen haben. Das Rollfeld beginnt über dem Meer. Auf riesigen Betonpfeilern ragt die Landebahn über die Küstenlinie hinaus. Unglaublich. Bitte nicht von der Fahrbahn abkommen....

Unter diesen Brückenpfeilern befindet sich eine Yachtwerft mit einem großem Winterlager, in dem die Boote stehenden Mastes quasi in einer offenen Halle stehn.

Im Inercontinental erledigen wir dann unsere Einkäufe und werden hier erstmalig mit Plastiktannenbäumen und Weihnachtsdeko konfrontiert. Befremdlich für uns. Aber stimmt, da war doch noch so etwas. Erster Schneefall zu Hause und so. Wir haben keine Schadenfreude, wir freuen uns auch so über das angenehme Klima, hier mitten im Atlantik.

Gut, das ist also Madeira. Wir haben sicher  nicht alles gesehen, aber für einen Eindruck reicht es. Am Interessantesten kommt es uns vor, dass wir auf der Nachbarinsel Porto Santo, von der wir vier gerade gekommen sind,  ein komplett anderes Klima vorgefunden haben. Porto Santo wäre froh, über etwas mehr Regen.

Wir sind uns einig, Madeira ist schön zu erkunden, aber auch ein guter Ausgangspunkt für neue Abenteuer, es hält einen Segler nicht zuviel fest hier. Morgen soll es nach Lanzarote gehen, unsere erste kanarische Insel. Der Wetterbericht verspricht Wind. Guten Wind von der Stärke her, wenn auch nicht ganz optimal von der Richtung, aber der Wetterbericht verspricht eine schnelle, dafür etwas rumpelige Reise, auf die wir uns schon freuen.

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